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Reporter auf Informationstour
Die nördlichste Gemeinde auf Fuerteventura, La Oliva, erhielt den Besuch von dreißig Reportern verschiedener nationaler und internationaler Zeitschriften , die sich für eigene Reportagen einen persönlichen Eindruck vom Angebot der Gemeinde auf dem Tourismussektor machen wollten.
Nach einem Besuch bei der Bürgermeisterin, Claudina Morales, ging es auf Entdeckungstour: die Dünenlandschaft von Corralejo, die Insel Lobos, das Fischerdorf El Cotillo und die frisch restaurierte ‘Casa de Los Coroneles’ in La Oliva standen auf dem Programm. Den Abschluss bildete ein Besuch des ‘Heiligen Berges Tindaya’, wo die schreibende Zunft über die Pläne vom zukünftigen ‘künstlerischen Innenleben’ informiert wurden.
Nach den verschiedenen Versammlungen wurde den Teilnehmern dieser abwechslungsreichen Info-Session allerhand Promotion-Material mit auf den Weg gegeben. Auch weitere Promotion-Kampagnen werden von der Gemeinde La Oliva mittlerweile ausgeführt, wie z.B. die neuen großflächigen Lackierungen auf den lokalen Linien- und Sonderbussen, die Bilderreihen eindrucksvoller Landschafts- und Detailaufnahmen zeigen, mit welchen man demnächst auch die lokalen Taxen der Gemeinde La Oliva dekorieren wird.
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La Oliva kommt nicht aus den Schlagzeilen
Vor 27 Jahren schenkte das Unternehmen Placasa S.A. dem Bezirk La Oliva eine Parzelle mit 27 ha Grundfläche, mit der Auflage, diesen Grund und Boden für den Haus- und Wohnungsbedarf der Anwohner von Corralejo zu verwenden.
Im Dezember des vergangenen Jahres stellte die Nachbarschaftsvereinigung ‘Las Clavellinas’ von Corralejo Strafanzeige gegen den Bürgermeister und zwei seiner Mitarbeiter, wegen Amtspflichtsverletzung und Fälschung von Preisen bei einer öffentlichen Versteigerung, jenes Grundstück betreffend.
Rückblick: Am 27. November 1981 akzeptierte die Bezirksratversammlung die Schenkung des erwähnten Grundstücks mit dessen vom Schenker gestellten Auflagen, notariell aufgenommen am 29. Januar 1982. Heute, 20 Jahre danach, ist bislang noch kein einziger Anwohner von Corralejo in den Genuss auch nur eines der geschenkten Quadratmeter gekommen.
Ganz im Gegenteil, Teile der Parzelle sind inzwischen vom Verwaltungsrat verkauft, bzw. zur Tilgung einer Bankschuld an jene übertragen worden. Laut Aussagen der Beschuldigten habe man “in einer Versammlung des Plenums mit Beteiligung aller Parteien” einstimmig für den Verkauf von 175.000 Quadratmetern dieser Fläche beschlossen, was heute von einigen Parteien bestritten wird. Die Aufforderung des zuständigen Richters, zu ersten Anhörungen vor dem Gericht in Puerto del Rosario vorab geforderte Unterlagen einzureichen, zeugten von nicht viel Kooperation seitens der Verwaltung in La Oliva. Die vom zuständigen Richter gesetzten 15 Tage verstrichen, ohne dass der richterlichen Anforderung nachgekommen wurde.
Mittlerweile veröffentlichte die Tagespresse eine ganzseitige Stellungnahme des Bürgermeisters von La Oliva, in der er jede Anschuldigung von sich weist und ein politisches Gegenspiel erkannt haben will. Eiligst verbreitete Ankündigungen vom Bau der Häuser auf jenem Grundstück waren nicht sehr glaubwürdig aufgenommen worden. Laut Aussagen der Nachbarschaftsvereinigung würde der Preis der angekündigten Bauten den normalen Marktpreisen eines Hauses auf Fuerteventura gleichkommen.
Für Ende Mai ist eine erste Anhörung mit dem beschuldigtem Bürgermeister und seinen Mitarbeitern angesetzt. Ausgang offen.
Quelle : Fuerteventura Info Center