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Wassergewinnung aus Wolken in Fuerteventuras Bergen
Gefangen in den administrativen Fängen der Verwaltungen und verwirrenden Gesetzen ist momentan noch eine viel versprechende Idee, aus den Wolken über Fuerteventuras Bergen Wasser zu gewinnen.
Eine Alternative zur Wassergewinnung aus den Wolken, die von den höheren Bergkuppen der Insel festgehalten werden – das Programm “Interreg Dysdera” – wurde vergangene Woche erst mal auf Eis gelegt, und zwar auf Antrag des Bürgermeisters der Gemeinde Betancuria, auf ‘dessen’ Montaña Morro Velosa acht dieser Apparate zur Wassergewinnung installiert werden sollten.
Laut seiner Aussage wurde er von dem Vorhaben in seinem Regierungsbezirk nicht informiert. Scheinbar hatte er auch schon längere Zeit keine Zeitung aufgeschlagen…
Das Projekt “Interreg Dysdera”, gefördert und finanziert von der kanarischen Regierung, sieht die Installation von jeweils acht Vorrichtungen zur Wasserkondensation auf drei der höchsten Berge Fuerteventuras vor: dem ‘Pico de la Zarza’ (807 m) in Jandía, dem Berg ‘Montaña Muda’ (689 m) beim Dörfchen Tindaya und eben dem Berg ‘Montaña Morro Velosa’ (724 m) im Naturpark von Betancuria.
Außer auf Fuerteventura ist bei diesem Projekt auch die Installation gleicher Apparate auf den kanarischen Inseln La Palma,
El Hierro und La Gomera vorgesehen, außerdem auf der portugiesischen Insel Madeira. Die kanarische Regierung finanziert dieses Projekt mit 132.000 € aus öffentlichen Mitteln.
Die Grundidee ist, aus den sich ständig um die Bergkuppen drehenden Wolkenbändern, auch bekannt als ‘horizontaler Regen’, Frischwasser und — bei guter Wasserqualität — Trinkwasser zu gewinnen. Gedacht ist an die Aufforstung und die Bewässerung der durch die Erosion stark verwüsteten Berge oder auch an die Einrichtung lokaler Trinkwasserstationen — je nach Wasserqualität eben.
Die Installation der ‘Atrapanubes’, wie sie im spanischen Volksmund genannt werden, ist schon bereits seit über einem halben Jahr angekündigt worden, nachdem das Projekt im vergangenem Jahr einstimmig von der kanarischen Regierung abgesegnet wurde. Nur in Betancuria scheint die Information noch nicht angekommen zu sein…
Eine sich bereits in den Händen der Verwaltung befindliche Lizenz zur Installation verzögert somit die Ausführung des Projekts um voraussichtlich vier Monate, oder fünf, oder….!
Quelle : Fuerteventura Info Center