Seit dem 1. Juli in Kraft ist der spanische Punkte-Führerschein
Für alle, die es verpasst haben: seit dem 1. Juli hat jeder Autofahrer auf Spaniens Strassen ein Guthaben-Saldo von 12 Punkten auf seinen Führerschein.
Davon werden bei Verstößen gegen das spanische Straßenverkehrsrecht nach dem jetzt gültigen Punktekatalog die entsprechenden Punkte abgezogen. Angekommen bei 0 ist der Schein weg! Das gilt sowohl für spanische, als auch für alle sonstigen Führerscheine, egal in welchem Land jene ausgestellt worden sind. Dazu gibt es natürlich auch noch die entsprechen Bußgelder, die inzwischen durch EU-Abkommen auch in anderen Ländern der Europäischen Union von den dortigen zuständigen Verwaltungen eingezogen werden.
Den einsamen Rekord hält auf Spaniens Strassen ein auf dem Festland ansässiger Ecuadorianer, der nur zwei Stunden nach dem Inkrafttreten am 1. Juli, 00:00 Uhr, seine Fahrlizenz abgeben durfte. In Schlangenlinien (conducción temeraria – unsichere Fahrweise) mit überhöhter Geschwindigkeit über die Autobahn (erlaubt sind 120, man blitzte ihn mit 160 Sachen), nicht angegurtet, keine in Europa gültige Fahrlizenz und das Verweigern der Alkoholprobe, diese Verstöße summierten sich auf 16 Punkte. Die übrigen vier Punkte, die nicht angerechnet werden konnten auf diesen Führerschein, bleiben ihm für den nächsten, sollte er jenen nach einer Wartepause von einem halben Jahr neu machen.
Auf Fuerte hat man in der ersten Punkte-Woche bereits über 350 jener ungeliebten Punkte verteilt. Dabei stehen an erster Stelle die Gurtmuffel, dicht gefolgt von den alkoholisierten Fahrern und den Rasern, Tendenz steigend.
An vielen Stellen auf unserer Insel werden von den verschiedenen Polizeikörpern (Guardia Civil oder Policía Municipal) Kontrollstellen errichtet, mit Vorliebe an den Kreisverkehren. Aber auch auf den langen Geraden, an den vielen Baustellen, auf Nebenstrassen und innerstädtischen Strassen sieht man plötzlich die bekannte Polizeikelle oder nachts den Leuchtstab, die unmissverständlich zum Anhalten auffordern.
Eine ‘Straßen-Rallye’ zwischen drei Mietwagen auf der FV-2, zwischen den beiden Kreisverkehren bei Gran Tarajal, inmitten der dortigen Baustelle des neuen Industriegebietes (Geschwindigkeit limitiert auf 40 km/h, Überholverbot), die eben in der Baustelle alle vorausfahrenden Fahrzeuge im Michael-Schuhmacher-Stil (Stossstange an Stossstange) überholten, endete bei der dort stehenden Motorrad-Streife der Guardia Civil. Als hätte man auf sie gewartet…
Da kommen auf einen Schlag viele, viele Punkte zusammen. Zu den Vergehen wegen überhöhter Geschwindigkeit und dem Überholen im Überholverbot summiert sich noch das “Teilnehmen an nicht autorisierten Rennen”, wie es offiziell im spanischen Verkehrsrecht heißt.
Die Polizei auf Fuerte hat nachgerüstet: mit vielen, überwiegend weißen Zivilstreifenfahrzeugen verschiedenster Marken, die sich ganz unscheinbar in den normalen Verkehr einreihen. Man erkennt sie spätestens, wenn plötzlich die Kelle zum Anhalten auffordert…
Wir wünschen allen unseren Lesern einen angenehmen Urlaub und eine unversehrte Rückkehr!
KLICK! - Vergessen Sie bitte nicht den Sicherheitsgurt. Nicht nur, um Geld zu sparen, sondern – im Fall der Fälle – Ihrer und der Gesundheit Ihrer Mitfahrer wegen!
Quelle : Fuerteventura Info Center




