Die läääängste Baustelle auf Fuerte

Die Nord-Süd-Straße, ausgehend von Corralejo, vorbei an Puerto del Rosario, dem Flughafen, Gran Tarajal, über Costa Calma bis Morro Jable: der Ausbau der Schnellstrasse geht langsam voran. Nach und nach werden kleinere Teilstücke für den Verkehr freigegeben. Im Norden ist gerade der Kostenvoranschlag für die Umgehungsstraße der Dünenlandschaft veröffentlicht worden (Wir berichteten in unserer Ausgabe vom Frühjahr 2002 von den ersten Überlegungen und Planungen für dieses Teilstück). 
Die bereitgestellten Gelder zur Ausführung belaufen sich auf über 30.000.000 €, die Bauarbeiten sollen im Frühjahr des kommenden Jahres zur öffentlichen Ausschreibung gelangen, und nach weiteren zwei Jahren Bauzeit soll die Umgehungsstraße für den Verkehr freigegeben werden. 
Die derzeitige Straße, die Dünenlandschaft von Corralejo durchquerend, wird dann für den Durchgangsverkehr geschlossen sein. Die Umgehungsstraße, in der derzeitigen Ausführung als Landstrasse geplant, soll, in nicht allzu ferner Zukunft, als Schnellstrasse ausgebaut werden. In den ersten Planungen sollte die Umgehungsstraße am Kreisverkehr am ‘Parque Holandés’ ins Inselinnere bis zum Kreisverkehr in ‘Morro Francisco’, ein paar Kilometer westlich von Corralejo, umgeleitet werden. Im aktuellen Plan beginnt die Umgehung bereits am Kreuz nach ‘La Caldereta’. Vor kurzem ist die Begradigung der Haarnadelkurve kurz vor ‘Puerto Lajas’ dem Verkehr freigegeben worden. Diese 180-Grad-Kurve in einer Senke war wohl mit eines der unfallträchtigsten Teilstücke auf dieser Straße.
Zum Süden hin gehen die Arbeiten wesentlich langsamer voran. Abgesehen von zwei Teilstücken zwischen ‘Tarajalejo’ und der Steigung nach dem Zoo ist noch kein weiterer größerer Fortschritt zu verlauten. Die unfallträchtige Kreuzung in La Lajita wurde in einen Kreisverkehr umgewandelt, und zur Zeit wird gerade die am Zoo in ‘La Lajita’ vorbeigehende Straße zur Erweiterung vorbereitet. Das wohl aufwendigste Projekt, die Brücke im ‘Barranco de Los Canarios’, wird den kompletten Taleinschnitt überspannen. Die meisten Brückenpfeiler stehen schon. 
Im weiteren Verlauf, oberhalb des Hotels ‘Club Tierra Dorada’, ist ein halber Berg abgetragen worden, und die Brücke im ‘Barranco del Mal Nombre’ scheint fertig zu sein. Eines der interessantesten und abenteuerlichsten Bauwerke ist die Brücke, die die Senke direkt vor der Siedlung ‘Esquinzo-Butihondo’ überspannen wird. Geschätzte 40 Meter hohe Brückenpfeiler lassen einen doch zweimal hinsehen. 
Die Bauarbeiten im Süden sind sehr wetterabhängig. Bei starkem Wind, und der ist ja in Fuerteventura nun mal nicht gerade selten, ist für die Brückenbauer die Einschalung so gut wie unmöglich. Die unstabile Wetterlage in diesem Winter hat die Ausführung kräftig in Verzug gebracht.
Aber da gibt es doch das alte deutsche Sprichwort: Was lange währt, wird endlich gut!

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